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Hausentwürfe

Klassisches Wohnhaus in Spardorf bei Nürnberg

Einfamilienhaus

Einfamilienhaus Klassisches Wohnhaus in Spardorf bei Nürnberg
Klassisches Wohnhaus in Spardorf bei Nürnberg
Geschossanzahl:
2
Wohnfläche:
179,85 m2
Dachneigung:
45 %
Dachform:
Satteldach
Kniestock:
100,00 m
Hausbreite:
10,55 m
Hauslänge:
11,6 m

Passt das Haus auch auf mein Grundstück?

Das Haus gefällt mir, aber ich brauche noch ein Grundstück.

Grundriss Erdgeschoss
Grundriss Dachgeschoss

Ein rollstuhlgerechtes Haus – Erfahrungsbericht der Familie Benicke

Barrierefreiheit beginnt im Kopf!

Ein Haus zu bauen ist für jede Familie etwas ganz Besonderes: ein Traum und eine Herausforderung zugleich. Da unsere sechsjährige Tochter aufgrund einer Muskelerkrankung auf einen Rollstuhl angewiesen ist, wollten wir ein Haus, in dem Sophia möglichst selbständig sein kann und sich unsere gesamte Familie zuhause fühlt. Für unser rollstuhlgerechtes Haus haben wir einen Partner gesucht, der in seiner Bauweise vollständig flexibel ist und auch ungewöhnliche Wünsche umsetzten kann. Und: Wir wollten ein energie-effizientes und ökologisches Haus bauen.

Wir haben die Entscheidung mit FischerHaus zu bauen nie bereut. Wenn man ein Haus baut, gibt es immer Probleme, das ist ganz normal. Mit FischerHaus, ganz besonders mit Herrn Schröder, haben wir einen Partner gefunden, der wirklich immer für uns da war – von der Planung des Hauses, über die Bodenplatte, den Innenausbau bis zur Fertigstellung unseres Gartens, hat er uns mit seinen Ideen, Tipps und Problemlösungen auf dem gesamten Weg begleitet. Mit seinem Netzwerk an Kooperationspartnern über alle Gewerke hinweg hatten wir Handwerker, die für uns mitgedacht haben und oft auch unkonventionelle Lösungen gefunden haben.

Auch wenn es mittlerweile eine ganze Reihe von tollen Produkten für barrierefreies oder generationenübergreifendes Bauen gibt, so ist es doch schwierig, das Richtige zu finden, besonders für ein Kind. Gerne möchten wir die Erfahrungen, die wir mit unserem Hausbau gemacht haben, mit anderen Menschen in ähnlicher Situation teilen.

In den zahlreichen Gesprächen, die wir im Rahmen unseres Bauprojekts mit Fachleuten führten, haben wir die Erfahrung gemacht, dass Barrierefreiheit im Kopf beginnt: Wenn Planer und Handwerker versuchen, sich in die Situation der Betroffenen hineinzuversetzen, entstehen Lösungen, die das Leben erleichtern und mehr Selbständigkeit ermöglichen.

Der erste und wichtigste Schritt bei der Planung eines rollstuhlgerechten Hauses ist, sich über die eigenen Bedürfnisse bewusst zu werden - dabei kann einem auch niemand wirklich helfen:

  • Jeder Mensch ist anders und damit auch jede Behinderung. Was braucht der Betroffene, um möglichst viel Alltag selbständig meistern zu können?
  • Unterstützung zu geben ist für den Helfenden oft körperlich anstrengend. Was braucht der Pflegende, um sinnvoll und kraftschonend helfen zu können?
  • Welche Maßnahmen sind aktuell wichtig und was könnte in Zukunft notwendig werden?

Maßnahmen, die unser Haus rollstuhlgerecht machen:

  • barrierefreier Zugang von der Straße
  • rollstuhlgerechtes Zimmer im EG
  • keinerlei Schwellen zwischen den Zimmern
  • ausreichend Bewegungsflächen in allen Räumen
  • Rollstuhlabstellplatz im Flur mit Ladestation für E-Rollstuhl
  • Einbau von Lichtschaltern und Steckdosen in rollstuhlgerechter Höhe und sinnvoller Position an Bett, Schreibtisch, Waschbecken, usw.
  • extra breite Türen mit Türgriffen in rollstuhlgerechter Höhe
  • Einbau von leichtläufigen Schiebetüren in Bad und Küche
  • Panik-Schloss an der Haustüre, das sich abgeschlossen von innen auch ohne Schlüssel öffnen lässt
  • rollstuhl- und kindgerechtes Bad im EG mit bodengleicher Dusche, tiefer gesetzter Badewanne, Rollstuhlwaschbecken auf Kinderhöhe mit niedrigem Spiegel, Funkspülung fürs WC, Haltegriffen usw.
  • bodentiefe Fenstermit elektrischen Rollos, damit auch in Rollstuhlhöhe ein Blick nach draußen möglich ist
  • höhenverstellbare Arbeitsplatte für die Küche
  • extra breiter Stellplatz/Carport
  • Vorbereitungen für den Einbau eines Plattformlifts und eines Deckenlifters
  • barrierefreier Zugang zur riesigen Terrasse
  • rollstuhlgerechter Garten mit ausreichend Bewegungsflächen und Wegen rund ums Haus

Tipps für die Planung und den Bau eines rollstuhlgerechten und barrierefreien Hauses:

  • Die bestehenden DIN-Normen für rollstuhlgerechtes Bauen sind wie der Name schon sagt „allgemeine Standards" und damit im Einzelfall nicht immer alltagstauglich, schon gar nicht für Kinder. Sie sind aber auf jeden Fall ein guter Anhaltspunkt und zeigen auf, welche Punkte berücksichtigt werden sollten.
  • Gespräche mit anderen Betroffenen bringen neue Ideen und Erfahrungen – keiner kann die eigene Situation besser nachvollziehen. Es gibt auch einige Architekten, die selbst im Rollstuhl sitzen - wir hatten das besondere Glück so jemanden kennenzulernen.
  • Im Internet gibt es verschiedene Plattformen, die über barrierefreies und rollstuhlgerechtes Bauen informieren. Auch die Architektenkammern in zahlreichen Bundesländern bieten Beratung. Hier können häufig fertige Pläne nochmals gecheckt werden.
  • Besonders bei Bad und der Küche lohnt es sich, extra Zeit zu investieren und verschiedene Lösungen und Hersteller zu vergleichen.
  • Der Schlafraum, bzw. das Kinderzimmer sollte bereits auf dem Papier bis ins letzte Detail geplant werden: Wohin kommt das Bett, der Schrank, der Schreibtisch? So können Fenster, Türen, Steckdosen und Lichtschalter optimal platziert werden.
  • Möglichst viele Produkte in der Praxis testen: auf Messen, in Musterhäusern, beim Tag der offenen Baustelle, in Sanitätshäusern, in rollstuhlgerechten Hotels usw.
  • In allen Aufträgen und Vereinbarungen eine rollstuhlgerechte Umsetzung festschreiben.
  • Bevor Produkte tatsächlich auf der Baustelle montiert oder Arbeiten durchgeführt werden, nochmals mit den Handwerkern vor Ort sprechen. So können Höhen und Positionen optimal festgelegt und kurzfristig gemeinsame Lösungen gefunden werde.

In unserem Neubaugebiet sind zeitgleich viele neue Häuser entstanden, ganz toll im Design, aber leider sieht man häufig bereits auf den ersten Blick zahlreiche Schwellen. Es ist schade, dass sich Bauherren heute nicht mehr mit dem Thema Barrierefreiheit beschäftigen. Wir alle werden älter und möchten doch möglichst lange im eigenen Haus leben. Es ist schön für uns zu wissen, dass unser Haus es uns ermöglichen wird, möglichst lange darin zu wohnen.

Wir leben jetzt bereits seit einem Jahr in unserem Haus und es ist toll geworden! Es ist hell, großzügig und nicht nur komplett barrierefrei, sondern Sophia-gerecht. Endlich kann sie sich mit ihrem Rollstuhl frei im gesamten Erdgeschoß des Hauses und auch im Garten bewegen. Sie kann sich in ihr Zimmer zurückziehen, mit ihrer Schwester spielen, lernen und Freundinnen einladen. Unser Alltag ist um vieles einfacher geworden. Unsere gesamte Familie fühlt sich sehr wohl im unserem Haus und auch Besuch ist immer wieder überrascht, wie einfach, praktisch und toll alles geworden ist.

Wir danken dem gesamten Team bei FischerHaus, Herrn Schröder und allen Handwerkern von ganzem Herzen, dass sie uns geholfen haben, aus unserem Traum Realität werden zu lassen.

Familie Benicke